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Reisen auf der Datenautobahn

Was macht sie möglich, wie kann ich mir in der Zukunft diese neuen Techniken zunutze machen?

Die verschiedenen Netze, Möglichkeiten und Risiken

Wenn man Besitzer eines Modems und eines Telefonanschlusses ist und die leidigen Probleme der Installation bewältigt hat, stehen einem praktisch alle Möglichkeiten offen, mit der Welt Kontakt aufzunehmen. Ein am PC angeschlossenes Modem wandelt Daten in Töne um, damit sie über die Telefonleitung verschickt werden können und umgekehrt, wenn man etwas empfängt. Durch dieses Verfahren ist es möglich mit anderen Computern in Kontakt zu treten, die am anderen Ende der Welt stehen können. Allerdings müssen die Daten erst einmal bis zu einem "Gesprächspartner" geschickt werden. Im allgemeinen starten die Daten von dem Modem am PC und gelangen über die Telefonleitung zu sogenannten Knoten, wo sie auf ein schnelleres Netz, mit Glasfaserleitungen oder über Satellit, weitergeschickt werden. Auf diesen Strecken erreichen die Daten fast Lichtgeschwindigkeit. Wenn ich einen Brief schreibe, verschicke ich ihn am besten als eine e-mail, da es einfacher, schneller und billiger ist als mit der Post. Man muß nämlich nur das erste Teilstück, also bis zum nächsten Server bezahlen. Danach kommt die elektronische Post in einem reservierten Speicherbereich auf dem Computer des Empfängers an.
Das Internet entstand zur Zeit des kalten Krieges. Es war ein Forschungsprojekt der amerikanischen Armee, die nach einem Kommunikationsnetzwerk suchten, indem sich auch dann noch Daten austauschen lassen, wenn ein Angriff es zu großen Teilen zerstört hat. Der Lösung hat man den Namen "packet swiching" gegeben. Bei "packet swiching" werden die Daten in eine Folge kurzer Abschnitte zerlegt, die mit einer Angabe des Adressaten und der jeweiligen Position des Abschnitts in der Gesamtdatei, die verschickt wurde, versehen sind. Die Abschnitte werden alle für sich über unterschiedliche Routen innerhalb des Netzwerks verschickt. Dabei nimmt jeder Abschnitt den zum Absendezeitpunkt günstigsten Weg, so daß der Datenaustausch auch bei Ausfall oder Zerstörung eines Teils des Netzes weiter funktioniert. Mit diese Methode haben die Amerikaner ihr Ziel erreicht und den Grundstein für ein weltweites Netz gelegt, welches viele Benutzer auf einmal verarbeiten kann. Am Zielort werden alle Teile der Daten wieder miteinander verbunden. Sollte es vorkommen, daß Datenpakete ihr Ziel nicht erreicht haben, und somit das Gesamtdokument nicht fehlerfrei wieder hergestellt werden kann, werden die fehlenden Daten beim Absender erneut abgefragt.

Das Internet ist eine Zusammenschaltung von verschiedenen Netzen auf der ganzen Welt, die "packet-switching" zum Datenaustausch benutzen. Aus diesem Grund ist das Netz sehr robust gegenüber äußeren Einwirkungen und Überlastung. Das Internet ist ein offenes Netz. Wer also die allen gemeinsame Computersprache benutzt, kann sich in das Netz einklinken.
Früher war das Internet nur für erfahrene Informatiker und Mitte der 70er Jahre für Wissenschaftler zugänglich (APA-Net). Es gibt keine Kontrollinstanzen, die das ganze System steuern oder überwachen, das ist heutzutage das größte Problem und wird sich noch vergrößern, wenn sich die Technik verbessert. Im Internet bewegen sich Informationen der unterschiedlichsten Formen ( von einfachen e-mails, die fast mit Lichtgeschwindigkeit von einem Punkt aus jeden beliebigen anderen Punkt in der Welt erreichen können, bis zu aufwendigen, multimedialen Dokumenten, die Wörter, Bilder, Animationen und Töne enthalten).
Das Internet ist weitesten Sinne ein verbesserter Videotext des Fernsehers. Man kann zum Beispiel Reiserouten erfahren, den Wetterbericht sehen, Kochrezepte abrufen, Zeitung lesen oder sich über die verschiedensten Themen informieren. Um solche Dienste wahrzunehmen, muß man mit seinem eigenen Computer (Client) einen Großcomputer (Server) anwählen.
Das "Client-Server" - Prinzip ermöglicht es, die unterschiedlichsten Dienste im Netz anzubieten. Der eigene Computer zuhause oder im Büro benutzt eine Software, die dazu in der Lage ist, über die Telefonleitung einen großen Computer (den Server) zu erreichen, der mit dem Internet verbunden ist. Dieser speichert zum Beispiel die eingehenden e-mails in einem für einen Benutzer reservierten Bereich in seinem Speicher (Mailbox). Auf Servern findet man auch umfangreiche Informationsangebote, die der Benutzer abrufen kann. Mit neuen Programmiersprachen wie "Java" zum Beispiel ist es möglich, Programme aus dem Netzwerk abzurufen oder im Netzwerk arbeiten zu lassen. So können die Kapazitäten vieler Rechner gleichzeitig genutzt werden. Die vernetzten Computer wachsen dabei weltweit zu einer riesigen Datenbank zusammen.
Zur größten Ausbreitung des Internets trug aber auch vor allem das schnelle Wachsen des 1993 gegründeten World Wide Web (WWW) bei. Dabei handelt es sich um einen Internetservice, der multimediale Seiten anbietet, zu denen neben Texten auch Bilder, Töne und Animationen gehören können. farbig verschiedene Wörter (Hyperlinks) verbinden diese Seiten miteinander. Wer mit dem Cursor auf solch ein Wort oder Symbol klickt, gelangt zu einer weiteren Seite mit dem entsprechenden Thema. So kann man sich in kurzer Zeit von einer Seite auf einem Server in Japan zu einer in Silicon Valley, inder sich der Computerboom am stärksten ausgewirkt hat, und einer dritten Stadt in Afrika bewegen. Das WWW machte das Netz für kommerzielle Anbieter interessant, da sich Produkte vom Buch bis zur Reise online besser, interessanter anbieten und verkaufen lassen.

Etwa 40 Millionen Computerbenutzer tauschen im Netz elektronische Post aus, nehmen an Diskussionen teil oder erhalten Informationen aus Datenbanken. Ihre Zahl wird sich in den nächsten Jahren vervielfachen. Das Internet ist kein eigenes Netzwerk, sondern eine weltweite Kombination vieler nationaler und internationaler Netze. In den ersten Jahren, als das Internet noch neu war, konnten seine Benutzer sich nur einfache Buchstaben und Zahlen zuschicken. Heute ist es möglich, multimediale Dokumente zu betrachten, zu bearbeiten und sie auf die Festplatte des eigenen Computers herunterzuladen.
Doch durch das übernatürlich große Angebot ist es sehr schwierig geworden, sich schnell zurechtzufinden und die für sich interessanten Informationen herauszufiltern (Hilfe: Yahoo!).


Heutzutage ist die Technik schon so weit entwickelt, daß zum Beispiel in den USA versucht wird, Computer, Zeitung, Fernseher, HiFi-Anlage und Bildtelefon in einem Gerät zusammenzufassen (SetTopBox=Digitalempfänger=Modem im Computer). Mit solchen Geräten und guten Verbindungen zur Außenwelt, könnte man bis zu 500 Fernsehprogramme empfangen, Spielen oder Virtuell einkaufen gehen.
Das einzige Problem dabei ist heutzutage noch die große Datenmenge, da alles in Einsen und Nullen umgeschrieben werden muß. Ein A zum Beispiel wäre 01000001 also 8 Bit. Eine Seite würde 35000 Bit belegen. Ein Foto 10000000. Bei einer Audio CD müssen 1,4 Millionen Bit/Sec verarbeitet werden und bei einem Bildtelefon sogar 250 Millionen Bit/Sec.


Es ist zwar faszinierend, wie schnell und gut sich die Technik in den letzten Jahren gesteigert hat, wie groß und informationsreich das Internet ist, doch sollte man nicht die vielen Nachteile vergessen, die eine so große Veränderung zwangsläufig mit sich bringt. Es fängt mit dem Preis an: ein gutes Modem kostet heutzutage zwischen 200 DM und 300 DM. Das ließe sich noch verkraften, da ein Modem eine einmalige Investition ist; doch dazu kommt noch eine monatliche Grundgebühr von 20 DM, einen Telefonanschluß von 20 DM und eine Nutzungsgebühr, die davon abhängt, wie lange man das Netz benutzt. Auch sollte man darauf achten, daß man sich nicht zu tief in eine virtuelle Welt verirrt, inder man alles unternehmen kann, wie im richtigen Leben auch. Es ist zwar lustig virtuell einkaufen zu gehen oder Küchengeräte von unterwegs zu bedienen, doch sollte man sich die Frage stellen, ob es nicht nur lustig ist, sondern ob sich irgendein Nutzen für das tägliche Leben daraus ergibt.

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