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Doom
In
Doom von ID Software spielt man einen Spacemarine, der die plötzliche
Funkstille der Kolonien auf den Marsmonden untersuchen muß. Seine
Kameraden waren schon einige Zeit im Komplex, als auch ihre Funkrufe verstummten.
Er beschließt auch hineinzugehen und trifft auf seine Kameraden,
die aber alle zu Zombies mutiert sind und nun auf ihn schießen.
Er muß sich nun durch die einzelnen Gebäude kämpfen und
rausfinden, wer hinter alle dem steckt.
In Doom 2: Hell on Earth kehrt der furchtlose Spacemarine auf die Erde
zurück, und muß erkennen, daß die Aliens während
seiner Abwesenheit auf der Erde gelandet sind. Also muß er sich
wieder den Weg bis zum Endgegner freikämpfen.
Doom war ein echter Kracher im Jahre 1994. Es war noch ein größerer
Erfolg als Wolfenstein, was auch der neuen Mehrspielerfähigkeit von
Doom lag. Wolfenstein und die ganzen Clones, die an den Erfolg von Wolfenstein
anknüpfen wollten boten alle keine Möglichkeit sie zu mehreren
zu spielen. Die Doomspiele konnte man nicht nur über Modem spielen,
sondern auch über Netzwerke, was dazu führte, daß sich
dieses Spiel und manchmal auch Viren in allen Firmen-, Schul-, und Universitätsnetzwerken
verbreitete. Unsere Schule hatte damals gerade neue Rechner bekommen,
die auch alle vernetzt waren, und die zu dem Zeitpunkt stattfindende Projektwoche
bot uns Schülern die Möglichkeit Doom auf den Rechnern zu installieren
und zu Spielen. Doom 1 hat trotz allen Versuchen der Lehrer das Spiel
zu löschen, bis heute überlebt.
Dank seiner umwerfenden Grafik ersetzte Doom Wolfenstein als Maßstab
aller Dinge. Die Grafik war nun höher aufgelöst, detaillierter
und vielfältiger als in Wolfenstein. Während Wolfenstein nur
ein paar Grafiksets mit einigen wenigen Wandtexturen hatte, hatte Doom
nun über tausend Wandtexturen. Die Gegner besitzen mehr Perspektiven
und auch mehr Animationsphasen als in allen anderen Spielen bis dahin.
Der Sound und die Musik waren klarer und vielfältiger und erklangen
nun in Stereo. Eine deutliche Verbesserung der Engine war es, das die
Levels mittlerweile verschiedene Höhenstufen haben, was den Effekt
hatte,das es die Dreidimensionalität noch besser wirkte.
Doom 1 konnte man zuerst als Sharewareversion auf 2 Disketten vom Trend
Verlag im Zeitschriftenhandel kaufen und dann mit dem beigelegten Gutschein
bestellen, wobei der Preis der Sharewareversion dann mit dem Kaufpreis
verrechnet wurde, was zu einem hohen Verbreitungsgrad des Spieles führte.
Die BPjS konnte die Verbreitung kaum verhindern, als sie es einige Monate
später auf den Index setzte; Doom war da einfach schon zu weit verbreitet,
um Deutschlands Jugend davor zu schützen zu können.
Die Missionen
Doom 1 ist in drei Episoden zu je 10 Levels eingeteilt, wobei man jede
Episode auswählen kann und die Level innerhalb jeder Episode linear
ablaufen, und man nicht in vorherige Levels zurückgehen kann. Den
einzelnen Levels kann man nicht ansehen was sie nun darstellen sollen,
da die Level alle labyrinthartig aufgebaut sind und keinerlei Maschinen,
Mobiliar oder andere Besonderheiten aufweisen, aber dafür sind sie
manchmal wie einfache Gegenstände wie ein Hakenkreuz oder ein stilisierte
Kralle aufgemacht, aber das fällt nur in der Kartenansicht auf. So
unterscheidet sich das "Toxic Waste Procession Plant" kaum von
einer der vielen Militärbasen. Jeweils am Ende von jeder Episode
muß gegen einen übermächtigen Endgegner antreten, bevor
man dann eine schnöde Textnachricht als Abspann erhält.
Doom 2 ist 30 linear ablaufenden Levels eingeteilt, die das gleiche Manko
haben wie die von Doom 1: man sieht ihnen einfach nicht an, was sie nun
darstellen sollen. Zwischendurch bekommt man ab und zu mal eine Seite
Text vorgesetzt, die sowas wie eine Handlung vorgaukeln soll. Am Leveldesign
hat sich sonst nichts geändert, außer es jetzt mehr Freiluftlevel
gibt als im ersten Teil, was aber auch keine Verbesserung darstellt, das
es dort zu sehr vielen Darstellungsfehlern kommt.
In Doom 95 gab es wirklich nichts neues, weder Waffen noch Gegner noch
Levels, denn die Zwei Episoden "Plutonium" und "TNT"
kamen vorher schon als Zusatzlevel für Doom 1 & 2 heraus. Man
kann diese Level auch in Doom 2 benutzen und auch die Level von Doom 1
& 2 in Doom 95 spielen, aber Doom 95 hat den Vorteil daszlig; es schöner
aussieht.
Die Technik
Doom 1 & 2 hatten zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichungen gemäßigte
Hardwareanforderungen und boten gute Grafik und Sound ab einem 386 DX
25 MHz mit 4 MB Speicher, was auch der Verpackung des Spiels stand. Die
Grafikengine funktionierte auf die gleiche Weise wie die alte Engine von
Wolfenstein, nur das wieder alles detaillierter und schöner als in
Wolfenstein ist. Da die Engine nun auch verschiedene Höhenstufen
darstellen kann, müssen die Gegner nun auch von oben und von unten
dargestellt werden können, was mehr Perspektiven und damit auch Speicherplatz
erfordert. Diese neue Dreidimensionalität ist aber auch sehr eingeschränkt,
da man nicht springen, nach oben und unten schauen kann, was aber auch
nicht nötig ist, da sich die Schüsse selber nach oben und unten
ausrichten, sofern es eine Sichtlinie zwischen dem Ziel und der Spitze
der Waffe gibt. Daß ermöglicht es auf den Gegner zu schießen
ohne ihn sehen zu können. Die Engine erlaubt zwar verschieden Höhen,
aber trotzdem können nie zwei Gegenstände oder Räume übereinander
stehen , weshalb man keine Brücke über einen Fluß machen
könnte. Eine wichtige Neuerung, die alle nachfolgenden Spiele beeinflussen
sollte, war die Möglichkeit Sektoren zu hoch- oder herunterzufahren,
was in Doom vor allen für Aufzüge und Fallen genutzt wurde.
So zerquetschte mancher harmloser Gang den Spieler als die Decke herunterkam
nach dem er auf einen versteckten Auslöser trat.
Doom bot die Möglichkeit bis zu acht Geräusche gleichzeitig
abzuspielen, was die Soundkulisse ungemein aufwertete. Im Setupprogramm
werden alle wichtigen Einstellungen vorgenommenm, wie die Auswahl des
Soundtreibers oder des Eingabegerätes.
Mehrspielerpartien werdne auch in diesem Programm konfiguriert und gestartet.
Multiplayer
Doom bietet die Möglichkeit mit bis zu 3 weiteren Spielern in einem
lokalen Netzwerk über IPX zu spielen, oder mit einem Freund über
Modem und Nullmodem. Es gibt zwei Spielarten die man auswählen kann:
Deathmatch und Teamplay. Im Deathmatch geht es darum sogenannte "Frags"
zu erzielen. Der Frag ist zu einem feststehenden Ausdruck geworden, und
bezeichnet das Töten eines Mitspielers. Das Teamplay bietet die Möglickeit
das Spiel gemeinsam durchzuspielen, was aber durchaus nicht immer klappen
muß, denn wenn über die gefundenen Powerups ein Streit entbrennt,
kann das in einer tödlichen Schießerei enden.
Bugs
Die Doomreihe war eigentlich nie richtig von Bugs betroffen. Die Sharewareversion
lief schon sauber und ohne Fehler und über die Vollversion ist eigentlich
nie was über größe Programmfehler bekannt geworden, obwohl
ID Software mehrere Patches veröffentlichte.
Doom 2 taucht in der Versionsnummer komischerweise als Doom V1.66666 auf,
da offensichtlich die Änderungen nicht all zu groß waren um
die Version 2 zu rechtfertigen.
Doom 95 hatte da schon größere Probleme, das auf DirectX einem
Bestandteil von Windows 95 basiert, ist es auch von allen Problemen von
DirectX betroffen, die meistens auf Versioninkompatibilitäten oder
mangelhafte Treiber zurückzuführen sind.
Fazit
Doom was noch ein größerer Erfolg als Wolfenstein und ID Software
festigten damit ihren Ruf als bester Hersteller von 3D-Actionspielen.
Als es rauskam, spielte es jeder, weil es damals das realistischste Spiel
war. Die Spielwelt wirkt absolut real und die Gegner machten einen halbwegs
intelligenten Eindruck. Die in dem Spiel eingesetzten Waffen werden auch
heute noch in verschiedenen Varianten in allen 3D-Action spielen benutzt.
Die Schrotflinte ("Shotgun") wird in allen Spielen benutzt und
ein Spiel ohne MG und Raketenwerfer würde wohl kaum bei den Spielern
ankommen. Und ohne die Möglichkeit im Netzwerk oder Internet spielen
zu können und so der Welt beweisen zu können, das man besser
(oder schlechter) als andere ist, würden sich die Spiele nicht so
gut verkaufen.
Die Engine von Doom wurde auch an andere Hersteller verkauft, die damit
dann eigene Spiele programmierten, die sich ganz anders spielen als Doom.
Die zwei besten Spiele sind Heretic und Hexen.
Bis zu dem Erscheinen von Duke Nukem 3D und Quake war Doom das beste 3D-Actionspiel.
www.idSoftware.com
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