Was der Mensch nicht versteht, verhöhnt er
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Sin

Stellen Sie sich vor, ihnen begegnet ein wunderschöne Frau mit wunderbaren langen Haaren, grünen Augen, zwei dicken Bomben und einen knackigen A..., was würden sie tun? Sie flachlegen? Heiraten? Oder wie in SIN mit diversen Schrotflinten, Raketenwerfern und anderen Waffen jagen, um sie zur Strecke zu bringen, bevor sie ihre zwei wirklich dicken Atombomben gegen friedliche Großstädte einsetzen kann. Denn sie ist eine wirklich sündige Frau, diese Elexis Sinclaire (sprich I-lä-chsei Sin-klähr), denn die zwei Bomben, die sie hat, hat sie nicht ohne Grund, genau wie ihre riesen Armee von Mutanten, die alle für ihr Ziel kämpfen: WELTHERRSCHAFT!
Der Held des Spieles (der Spieler) der mit bürgerlichen Namen eigentlich John Blade heißt, gehört einer Eliteeinheit der Polizei an, dem Hardcorp. Er wird zu Hilfe gerufen, als eine örtliche Bank überfallen wird. Ein kurzes zweites Intro in Spielgrafik zeigt wie der JC der Freund und Partner von Blade, ihm Bescheid gibt und dieser dieser dann zum Hubschrauber rennt und zum Einsatzort fliegt. JC ist ein Computerfreak bei der Hardcorp, und versorgt Blade mittels Funkgerät in den Missionen mit vielen nützlichen Information, und man sollte wirklich auf ihn hören. Blade stürmt in den nächsten Missionen die Bank, um die Geiseln zu retten, und die Bankräuber zu elimini..ähh festzunehmen (und das ganz ohne Handschellen !). Im Verlauf der Missionen findet er Hinweise auf die ominöse Firma SinTek, die von dieser Elexis gehört. Also schleicht man in die Firma um Beweise für die Verwicklung in den Banküberfall zu finden. Blade findet darüber hinaus auch noch Beweise für eine verbotene Menschenversuche, und einen Versuch Atombomben aus einem unterirdischen Atomsilo zu stehlen. Und immer ist Blade hinter Elexis her, da er irgendwie auf sie steht.

Die Missionen:
Die erste Mission ist recht einfach, und deshalb schnell erledigt, da man im Hubschrauber sitzt und mit einer montierten MG alles auf den Dächern plätten muß. Die folgende Mission ist da schon schwieriger, da man nun wie in einem stinknormalen 3D-Actionshooter (Doomlike) herumläuft, Leute über den Haufen schießt, plündert und Waffen sammelt. Die Geiseln sollte man tunlichst am Leben lassen, ansonsten kann es passieren, daß man eine Teilmission nicht schafft. Auch sonst sollte man nicht alles blindling terminieren, da einige sich kooperativ verhalten, und ihm Verstecke zeigen oder ihm bei Bonusmissionen helfen, die er ohne sie nicht erreichen kann. Der Gerechtigkeit genüge kann Blade dann immer noch eine Kugel zwischen die Augen knallen. Die einzelnen Level werden sehr detailliert dargestellt, wie sonst nur in Duke Nukem 3D und vielleicht noch Jedi Knight. Die Schreibtische in der Bank sind mit Akten und Tassen vollgestellt und fast überall stehen Computer und Zierpflanzen herum. Manche Level haben mehrere Ein- und Ausgänge, die manchmal zu Umwegen oder Bonuslevel führen. Wenn man z. B.: in der letzten SinTek-Mission eine Wissenschaftler überlebt, und man ihn anspricht, löst er ein Rätsel, und das nächste Level ist nicht der Staudamm der Stadt Freeport, sondern ein Raketensilo der Army, in der sich komischerweise Marines befinden, die man aber erst befreien muß. Spätere Mission spielen auf einer großen Bohrinsel, auf einer einsamen Insel mit engen Canyons, in der Basis von Elexis und auf dem Meeresgrund. Die Meeresgrundmission ist recht schwer, da man nicht an die schön schimmernde Oberfläche rankommt um Luft zu holen.
Manche Levels sind von gigantischen Ausmaßen, während einige aus nur 3(!) Räumen bestehen. Genauso verhält es sich mit den Rätseln, einige sind kaum zu lösen, während andere sich fast automatisch lösen.

Die Technik:
Ritual Entertainment hat die Quake 2 Engine von ID-Software zensiert, um Sin zu programmieren. Die Quake 2 Engine ist ein Windowsprogramm, das auf die Funktion von Direct X und OpenGL zurückgreift. Es läuft mit Windows 95/98, braucht es aber nicht unbedingt, aber dann sollte man schon Windows NT haben, oder man hat sich ein Spiel gekauft, daß man vielleicht nur bei einem Freund spielen kann/darf (,wenn er das Spiel nicht behält, und einen ohne das Spiele rausschmeißt).An Hardware sollte man schon ein Pentium 133 mit 32 MB RAM oder was vergleichbares haben, und eine 3D-Grafikkarte währe auch nicht schlecht. Sin läuft zwar mit allen Grafikkarten, aber eine von Direct X unterstützte Grafikkarte beschleunigt das Spiel ungemein, und wenn man eine Grafikkarte hat, die mit OpenGL ausgestattet ist, sieht das Spiel direkt viel schöner aus, und läuft auch viel flüssiger. Karten mit den Chipsätzen 3DFX Voodoo 1/2 oder Banshee, NEC PowerVR, Rendition Verité oder Ati Rage werden Haus aus unterstützt, da die OpenGLtreiber mitgeliefert und installiert werden. Alle Soundkarten die mit Direct X laufen laufen, werden von dem Spiel genutzt. Die Minimalinstallation ist 90 MB groß, aber man sollte danach noch mindestens 100MB freihaben, da in späteren Level die Spielstände unheimlich groß werden (30MB pro Spielstand ,und 2 Autosaves!!!).
Die Bildschirmauflösungen können der Rechnergeschwindigkeit angepaßt werden, was bei 320*240 Pixel für langsame Rechner und bis zu 1600*1200 Pixel, für Leute die nur das neuste und beste haben, oder bei Silicon Graphics arbeiten.
Deathmatch ist die einzige Multitplayerspielart, und daß geht nur über TCP/IP, was für Laien recht schwer zu installieren ist.
Was doch recht störend ist, sind die sehr langen Lade-/Speicherzeiten,die recht lange dauern können, unter 5min ist da garnichts fertig. Auch die Quicksave- /Quickload- funktion hilft da nicht weiter, da auch immer alle Level vorher abgespeichert werden, da man manchmal auch mal ein Level zurückgehen kann, trotzdem könnte das Programm alle abgespeicherten Level löschen, wenn man nicht mehr zurückkehren kann. Außerdem setzt das Spiel einen beim Laden von einem normalen Spielstand immer an den Levelanfang zurück, nur der Quicksave ist da besser, da er die aktuelle Position abspeichert.

Multiplayer:
Das das Spiel nur TCP/IP unterstützt ist ein echtes Hinderniss für das Spiel, da TCP/IP in Windows 95/98/NT standardmäßig nicht mitinstalliert wird, und die Einstellung von TCP/IP reine Glückssache ist, wenn man keine Ahnung davon hat. Da man nur Deathmatch spielen, werden einige Softies dieses Spiel nie im Netz spielen wollen. Richtige Rambos werden Sin lieben, wegen den Waffen (Raketenwerfer, Gatling, usw.) und dem ungeheuren Spaß den das Spiel macht, wenn man einen Gegner verletzt, dieser aber es schafft zu entkommen, und man dann auf die Jagd geht, ihn zu finden. Wenigstens kann man die Anzahl der Spieler bestimmen, die mitmachen dürfen, wie hoch das Fraglimit ist und in welcher Reihenfolge die Levels ablaufen.

Bugs:
Sin ist erfreulich Bugfrei, zumindestens in den ersten Level, später häufen sich jedoch die Fehler. Ab und zu gerät man mal in eine Spalte, aus der man eigentlich rauskommen sollte, aber es nicht schafft, und man dan bewegungsunfähig steckenbleibt.
Oder ein wenig erfreulicher Speicherbug in dem Hidden Docks Level. Man legt einen Gegner um, um an einen Schlüssel zu kommen, geht in die Geheimmission Geothermal Plant und kommt wieder zurück, und der Schlüssel ist weg! Und alle Gegner, die man erlegt hat, natürlich auch der, der den Schlüssel hat, also kann man das Level nicht auf regulären Weg beenden.

Fazit:
Was die Programmierer aus dieser Engine rausholen ist unglaublich, dagegen wirkt Quake 2 recht lieblos programmiert. Die Texturen (das sind die Bilder, die auf den Objekten kleben), sind sehr detailliert und teilweise recht verspielt, was sich aber auch auf die Größe auswirkt (Sin: ca. 560 MB Texturen, Quake 2 : ca. 250 MB Texturen). Das wirkt sich wieder auf die Ladezeiten aus, die recht nerven können, wenn man häufig speicher/laden muß. Die Atmosphäre kommt recht gut rüber, da alles möglich natürlich wirkt. Die Musik im Hintergrund ist angenehm und nicht aufdringlich. Sin ist aber auch relativ gewaltverherrlichend, die Gegner sich lebensecht verhalten, trotzdem nach einem Kopfschuß mit der Schrotflinte weiterleben. Wird ein Gegner getroffen, hinterläßt er große Blutflecken an der Wand und auf dem Boden, und die Wunden kann man deutlich am Körper erkennen. Das Spiel ist wieder ein Bundesprüfstelle für jugengefährdene Schriften, die es sich bestimmt nicht nehmen wird, dieses Spiel zu indizieren, was den volljährigen User dazu nötigt sich das Spiel im Ausland, oder bei Importeuren zu kaufen, da viele Läden darauf bedacht sind, ein guten Ruf zu haben. Die chauvinistische Darstellungder Frauen (Richtig so! Anm. des Autors) trägt bestimmt auch nicht Verbesserung der Situation bei. Wer eine Chance erhalten sollte, diese Spiel kaufen(!) zu können, sollte es tun, da man bestimmt zwei Wochen braucht um es durchzuspielen, wo noch ein paar Wochen im Netz hinzukommen können.Auf jeden Fall sollte man nachher Beichten gehen, denn dieses Spiel ist ein SÜNDE!

www4.activision.com/games/sin

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