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Wolfenstein
3D
Sie sind
ein Agent der Amerikaner im zweiten Weltkrieg, und wurden von den Deutschen
gefangengenommen. Man sperrte sie ein Zelle in einer Burg irgendwo in
Deutschland. Eines Tages gelingt es ihnen eine Wache zu überwältigen,
und über den abgenommenen Schlüssel aus der Gefängniszelle zu entkommen.
So fängt das wohl bekannteste 3D-Actionspiel an: Wolfenstein 3D. Entwickelt
1992 von ID Software für Apogee wurde das Spiel zu einem Welterfolg, und
erschuf ein neues Genre, den 3D-FirstPerspective-Action-Shooter. Die lange
Bezeichnung ist notwendig, um diese Art von Spiele genau zu definieren.
Es gibt viele Actionspiele, aber nur einem Teil davon kann man sich in
drei Dimensionen bewegen oder sehen kann, FirstPerspective bedeutet, daß
man alles aus der Sicht des Spielers sieht und Shooter sind Spiele, in
denen man hauptsächlich schießt und nicht Rätsel löst oder versucht Hindernisse
zu bewältigen.
Es gab zwar vorher schon Spiele, die dieser Gattung angehörten, aber die
waren nicht so überzeugend in der Präsentation. IDs Spiel bot damals zum
ersten Mal eine überzeugende grafische Darstellung, gute Geräusche und
das Wichtigste, es war spielbar. Es hatte zwar viele Einschränkungen,
wie die Tatsache, daß eigentlich nur zweidimensional war, da es in dem
Spiel überhaupt keine Höhenunterschiede gab, und daß der Boden und die
Decke immer gleich aussahen.
Das Spiel bestand aus 6 Episoden mit jeweils zehn normalen Levels und
einigen Geheimleveln. Die erste Episode mit dem Namen "Escape from Wolfenstein"
gab es kostenlos als Shareware und die nächsten zwei Episoden waren Bestandteil
der normalen Verkaufsversion. Die dritte Episode trugen den Namen "Die
Fuhrer Die" und als übermächtigen Boss mußte den recht merkwürdige Figur
töten, die Adolf Hitler darstellen sollte (Hatte der wirklich zwei Rotationsgewehre
als Arme und die Statur von einem Bodybuilder ?). Danach konnte man noch
drei Episoden erwerben die sich ,wie für Amerikaner üblich, um "Ubermenschen"
und Chemiewaffen drehten.
Das Spiel erfreute sich hier auch großer Beliebtheit, was die BPjS (Bundesprüfstelle
für jugendgefährdende Schriften) leider nicht erfreute. Sie meinte das
Spiel würde die Gewalt verherrlichen und setzte es kurzerhand auf den
Index, was bedeutet es darf nicht an Minderjährige verkauft werden, es
darf nicht an Orten verkauft werden, zu denen Minderjährige Zugang haben,
und es darf an solchen Orten keine Werbung dafür gemacht werden (, aber
Papa darf es seinem Sohn immer noch zu Weihnachten, dem Fest der Liebe
schenken). Einige Jahre später wurde es sogar verboten, da sie mittlerweile
der Meinung war, daß die Hakenkreuze und Reichsadler im Spiel es zu rechtsradikaler
Propaganda machen würden, was verdammt viele Bundesbürger zu Kriminellen
macht, das Spiel auch heute noch recht verbreitet ist, und auch in keiner
guten Softwaresammlung fehlen sollte (für die BPjS: zu Dokumentationszwecken
natürlich!). Nach Wolfenstein kamen noch viele 3D-Actionspiele heraus,
wobei erst 1994 eine neue Generation herauskam.
Die Missionen
Alle Missionen bei Wolfenstein laufen gleich ab: herumlaufen, Schlüssel
suchen, die Türen aufschließen, Leute erschießen und das Level beenden
um so das Selbe im nächsten Level zu machen. Das Spiel besteht aus drei
Grafiksets, Burg, Bunker und Höhle, mit den die Wände "tapeziert" sind.
Im Grafikset Burg befinden sich eine Holzwand, ein paar gemauerte Wände,
die sich hauptsächlich in der Farbe unterscheiden, und einigen Sonderobjekten
wie Ritterrüstungen, Blumenpötte, Hakenkreuzbanner und Hitler-Bildern
bestehen. Die Level sind wie große Labyrinthe aufgebaut und eins unterscheidet
sich vom anderen nur in der Reihenfolge von Räumen. Einigen Räumen kann
man sogar ansehen, wozu sie dienen, wie ein großer vollmöblierter Raum
mit ganz vielen Soldaten, an den sich danach ein Gefängnistrakt anschließt.
Andere Räume sind einfach irgendwelche abstrakte Formen, die mit Türen
mit den nächsten verbunden sind. In den Gängen verstreut liegen Schlüssel
für verschlossenen Türen, von denen es maximal der pro Level geben kann,
und Extras wie Waffen, Munition, Verbandskästen, und von den Nazis geraubte
Schätze.
Die Technik
Wolfenstein sollte auf 99,99% aller PC-Systeme laufen (aber natürlich
gehört der eigene PC zu den 0,01% der restlichen PCs), da es ein altes
DOS Spiel ist, was damals schon recht akzeptable Hardwareanforderungen
hatte. Ein 286 mit 640 KB Speicher und VGA-Karte reicht schon aus um das
Spiel spielen zu können. Ein neues Problem ist, das heutige PCs einfach
zu schnell für das Spiel sind, und deshalb das ganze Spiel viel zu schnell
abläuft, aber das war damals noch nicht absehbar.
ID Software hatte damals mit Wolfenstein die schnellste Grafikengine und
dazu noch eine der optisch am besten aussehenden. Der Boden und die Decke
sind immer grau, und nie mit irgendwelchen Texturen belegt. Die Wände
haben auch meistens die gleiche Textur, eine braune Holzwand oder eine
graue Steinwand. Ab und zu sind einige Sonderbilder drin wie Fahnen, Symbole
oder Bilder. Die Gegner, Extras und Objekte wie Tische werden mittels
Bitmapping dargestellt, das heißt das für ein Objekte mehrere Bilder aus
verschiedenen Richtungen benutzt werden. Wenn man nun einen Soldaten von
hinten sieht, sieht man ein Bild von ihm, das seine Rückseite zeigt, oder
eins, das nahe an dieser Perspektive liegt. Objekte wie Verbandskästen
haben manchmal nur eine Ansicht, und wirken deshalb recht lustig, weil
wenn man sich um das Objekt dreht man immer nur Dasselbe sieht.
Der Sound ist gut gemacht, die Schüsse hören sich gut an, die Soldaten
rufen und schreien verschiedene Sätze und die Musik erzeugt einegute Atmosphäre.
Ton hat man mit jeder Soundkarte, irgendwelche Treibereinstellungen sind
unnötig.
Einfach install.exe eingeben um das Spiel einmal zu installieren, und
dann startet man das Program mit wolf3d.exe und fertig!
Multiplayer
Das Spiel hat keine Multiplayeroption, was damals auch noch nicht Standard
war, aber für Leute, die es unbedingt zu mehreren Spielen wollen habe
ich ein Vorschlag: Spielt das erste Level und vergleicht eure Punktzahl,
aber nicht beim anderen auf den Bildschirm schauen!
Bugs
Wolfenstein hatte keine bekannten und nicht behobene Bugs
Das einzige Problem für da Spiel ist ein zu schneller Rechner (ab DX/2),
der das Spiel zu schnell ablaufen läßt, aber dafur kann ID nichts, dafür
ist die Zeit verantwortlich.
Fazit
Wolfenstein stellt 1992 einen Meilenstein der 3D-Programmierung dar, und
war 1994 das beste Spiel in diesem Genre. Heute ist man besseres gewohnt,
aber damals war es revolutionär, und machte Apogee , die bis dahin nur
für Shareware- Jump´n´Runs bekannt waren, und vor allem ID
Software bekannt. ID Software waren es, die dem Genre bis heute zwei von
drei weiteren richtungsweisenden Spiele bescherten, Doom und Quake.
www.apogee1.com/catalog/wolf3d/
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