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Zensiert
Spieleindizierung
zum Schutz der Jugend
Bücher
werden vom Markt genommen, CD's, Computerspiele, Konsolenspiele, Videofilme
werden von der BPJS indiziert. Inzwischen sperrt man sogar Internetseiten.
Es gibt wohl nichts, was nicht indiziert werden kann. Meistens trifft
es "unschuldige" Computer-bzw. Konsolenspiele, die auf Grund
ihrer zu hohen Gewaltszenen vom Markt genommen werden. Dies hat aber nicht
etwa zur Folge, daß sich Jugendliche jetzt weniger für dieses
Produkt interessieren. Im Gegenteil: Die Indizierung eines Spieles oder
eines Videofilmes erhöht sogar die Verkaufsmöglichkeit. Mittlerweile
gilt es fast schon als besondere Auszeichnung auf der schwarzen Liste
der Bundesprüfstelle (BPS) zu landen. Tatsache ist, daß die
Indizierung eines Computerspiels meistens noch keinen Hersteller nachhaltig
geschadet hat. Wie sonst ist es zu erklären, daß beispielsweise
"DOOM, DUKE NUKEM 3D oder QUAKE" sich auf allen Systemen ungebrochener
Beliebtheit erfreuen und die Entwickler immer neue Versionen auf den Markt
bringen? So gesehen bietet die BPJS oder BPS die beste Produktwerbung.
Doch was bringt dann überhaupt noch der Aufdruck "indiziert",
wenn es sowieso niemanden davon abhält das Produkt zu erwerben. Es
ist für die meisten Jugendlichen kein Problem solche Spiele zu kaufen.
Kaum ein Geschäft möchte einen Ausweis vorgelegt bekommen, wenn
man versucht ein Produkt zu kaufen, das erst frei erwerblich ab 18 ist.
Wie ist es sich außerdem zu erklären, daß ein Spiel namens
"RESIDENT EVIL" , indem weitaus mehr Blut fließt als in
manchem anderen Spiel, immer noch auf dem deutschen Markt erhältlich
ist? Andererseits ist es unerklärlich, wie man Jugendliche vom Kauf
eines indizierten Spieles abhalten soll, wenn sie abends im Fernsehen
so manchen "brutalen" Film sehen kann.
Es gibt eine Lösung, die sich jedoch auch nicht so großer Beliebtheit
erfreut: CUT. Man kann Spiele und Filme "schneiden", das jedoch
hat zur Folge, daß jemand einen Film nur noch sehen will, wenn er
wirklich an der Handlung interessiert ist. Dieses ist jedoch bei brutalen
Filmen unwahrscheinlich. Das beste Beispiel für geschnittene und/oder
indizierte Filme ist "FREITAG der 13". Dieser Film ist sofort
in mehreren Versionen indiziert worden. Das Original wurde indiziert und
dann geschnitten erneut auf den Markt gebracht. Diese Version wurde dann
auch indiziert. Die einzige Möglichkeit diesen Film zu bekommen ist:
entweder von einem Freund kopieren lassen, oder ihn sich auf englisch
zu kaufen. Dieses ist nämlich in gewissen Geschäften möglich,
die Importe verkaufen. So kann man z.B. einen Film namens "BRAINDEAD"
in einem Geschäft in einer nicht so weit entfernten Stadt kaufen.
Dieser Film hat zwar eine 18 in einem roten Kreis auf dem Titelbild und
an jeder Seite( das heißt: Suitable only for persons of 18 years
and over), man kann diesen jedoch ohne das Vorlegen eines Ausweises erhalten.
Fazit: Egal ob ein Produkt auf dem deutschen Mark indiziert wird oder
nicht, man kann es trotzdem ohne großen Aufwand erhalten. Zur Not
muß man eben auf die deutsche Sprachausgabe verzichten. Jetzt stellt
sich doch nur noch die Frage: Was bedeutet INDIZIERT und was bringt es?
Antwort: Indiziert bedeutet ein Spiel, einen Film, oder eine CD, die aufgrund
der Brutalität oder des verbalen Sprachgebrauchs vom Markt gezogen
bzw. erst an Jugendliche ab 18 verkauft werden darf. Die Antwort auf die
Frage was die Indizierung eines Produktes nun eigentlich bringt lautet:
NICHTS!!!!!
www.yahoo.de
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