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ILA
- Berlin
Internationale
Luftfahrtausstellung in Berlin 2000
Die
Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ILA2000 (6. 12. Juni
2000 in Berlin-Brandenburg) kann auch in diesem Jahr wieder erhöhte
Ausstellerzahlen verzeichnen. 941 Aussteller aus 38 Ländern (1998:
825 aus 32 Ländern) zeigen auf dem Südgelände des Flughafens
Berlin-Schönefeld den neuesten Stand der Luft- und Raumfahrttechnologie.
Die zehn Hallen mit insgesamt 46.000 Quadratmetern (1998: 42.000 qm) und
die im Freien gelegenen Displayflächen bieten mit rund 88.000 qm
genug Stellfläche für die 316 (1998: 278) Flugzeuge und Hubschrauber,
der nationalen und internationalen Luft- und Raumfahrtindustrie. Der neu
entwickelte, internet-basierende Matchmaking-Service fungiert als Anlaufstelle
für die Vermittlung und Vertiefung von Geschäftskontakten und
unterstreicht, wie die 64 messebegleitenden Kongreßveranstaltungen,
die wirtschaftliche Bedeutung der Messe.
Zu den Publikumshighlights zählen vor allem die tägliche Flugshow,
der Lockheed F-117 Nighthawk (Stealth-Flugzeug) der US Air
Force und der Airbus 300/600ST Supertransporter (Beluga),
der der kleine Bruder des geplanten Airbus-A3XX ist. Außerdem
die Transportflugzeuge Boeing C-17 (Globemaster III) und C
160 (Transall), sowie die Militärflugzeuge Eurofighter
(Typhoon), das Frühwarnflugzeug JSTARS, die russische
Mikojan MiG-29 SMT (Fulcrum), der Jagdbomber Panavia
(Tornado) und der rumänische Jettrainer IAR-99 (Soim).
An Hubschraubern findet man u.a. den Sikorsky CH-53G, den
Beobachtungshubschrauber BO 105 VBH und den neuen NATO-Transporthubschrauber
NH 90.
Insgesamt werden 366 Stück des NH 90 im Gesamtwert von
neun Milliarden Euro beschafft. Am 8. Juni wurde auf der ILA von Deutschland
(Staatssekretär Dr. Walther Stützle), Frankreich (Rüstungsbeauftragter
Jean-Yves Helmer), Italien (Parlamentarischer Staatssekretär Dr.
Marco Minniti) und den Niederlanden (Nationaler Rüstungsdirektor
Dr. Jan Fledderus) deren Serienvorbereitung, Produktion und logistische
Anfangsunterstützung beschlossen. Deutschland liefert die Cockpitstruktur,
den Mittelrumpf, das Kraftstoffsystem, die Kommunikationsanlagen und den
Datenübertragungsrechner. Auf diese Weise werden rund 5.000 Arbeitsplätze
gesichert. Insgesamt sichert das Beschaffungsprogramm in den Partnerländern
rund 15.000 Arbeitsplätze.
An den ersten vier Messetagen wurden Verträge und Optionen im Gesamtwert
von mehr als 50 Milliarden DM geschlossen. Dazu zählen z.B. der MilliardenVertrag
zwirschen ESA und Arianespace für neun Missionen zur Internationalen
Raumstation (ISS), der 24 Milliarden DM Vertrag über 171 Fairchild-Dornier-Flugzeuge
und der zwischen DaimlerChrysler Aerospace und Northrop Grumman geschlossene
Kooperationsvertrag bezüglich eines Flugzeugradars.
Für das geplante europäische Airbus-Großflugzeug A3XX
ist zwar noch keine Entscheidung gefallen, Bundeswirtschaftsminister Werner
Müller kündigte allerdings an, daß die Bundesregierung
das Projekt mit einem Entwicklungsumfang von zwölf Milliarden Euro
unterstützen werde. Auch Großbritanniens Regierung hat dem
britischen Partner bereits eine Förderung zugesagt. Frankreich und
Spanien zeigen Interesse. Mit einer Entscheidung für den A3XX kann
aber wohl frühestens auf der englischen Luftfahrtmesse im Juli in
Farnborough gerechnet werden.
www.ila-berlin.de
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