Mitleid bekommt man geschenkt. Neid muss man sich hart erarbeiten.
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Starship Troopers

Der Hintergrund:
Starship Troopers spielt in der nahen Zukunft (in ca. 100 bis 200 Jahren). Die einzelnen Regierungen wurden aufgelöst und durch die Föderation ersetzt. Die Macht liegt in den Händen der Militärs, denn nach der allgemeinen Meinung kann nur der regieren, der gelernt hat, für die Erde und deren Sicherheit sein Leben zu geben. Die Bevölkerung teilt sich also in zwei Klassen; die Militärs und die Zivilisten. Den Zivilisten ist es nicht erlaubt, am Regierungswesen teilzuhaben, d.h. sie dürfen weder wählen noch ein Regierungsamt übernehmen. In allen anderen Bereichen sind sie gleichberechtigt. Eine Trennung zwischen Rassen und Geschlechtern gibt es weder beim Militär noch bei Zivilisten. Der Film spielt während der großen Bugkriege. Die Bugkriege sind die Kriege zwischen den Menschen und den Bugs, die die Erde immer wieder aus einer anderen Galaxie mit Kometen beschießen. Die führenden Militärs spielen die Bedrohung durch die Bugs zuerst herunter, stellen sie als rein instinktiv handelnde Wesen dar, müssen aber später zugeben, daß sie intelligent sind und eine ernste Bedrohung darstellen. Die Propaganda und die Uniformen, sowie die Art der Regierung und die Einstellung, die einzig intelligente Spezies im Universum zu sein erinnern bewußt an die Nazizeit und ihre Folgen. So kann man schon nach kurzer Zeit den Ausgang des Films vorhersagen.

Die Handlung:
Hauptcharakter des Films ist Rico, der Sohn eines reichen Zivilisten. Die erste Szene zeigt wie er, während des ersten Angriffs auf die Bugs, stark verwundet wird. Hiernach folgt eine Rückblende um ein Jahr. Nun folgt der Werdegang des 18jährigen Zivilisten Ricos zum Kompanieführer der M(obilen)I(nfantrie). Es wird gezeigt, wie er sich entschloß zum Militär zu gehen, weil seine Freundin diesen Weg gewählt hatte und er sie nicht verlieren wollte, wie er die Ausbildung fast abgebrochen hat, weil seine Freundin ihn trotzdem verließ und er am Tod eines Rekruten Schuld hatte und wie er schließlich in den Krieg zog, bis hin zum Anfang des Films. In der nächsten Szene sieht man wie seine Freunde ihn in seinem "Heilungstank" besuchen und ihm seinen Totenschein zeigen. Hierauf folgt der nächste Krieg gegen die Bugs, der besser vorbereitet wurde, aber trotzdem sehr verlustreich verläuft. Am Ende wird schließlich ein "Brainbug" gefangen, der die Operationen der Bugs koordiniert. Die Militärs erhoffen sich mit durch das Studieren dieses Bugs den Sieg.


Ungereimtheiten in der Handlung:
Abgesehen davon, das der Film in der Zukunft spielt und viele darin vorkommende Kriegsgeräte noch nicht erfunden sind, gibt es einige Dinge die nicht oder nur schwer erklärbar sind; Warum können am Anfang des Films 7 MIs einen Bug gerade so in Schach halten, während später 3 von ihnen genügen um einen zu töten und kurz darauf einer sogar eine ganze Bug-Streitmacht aufhält?
Warum wird der Brainbug angeblich von nur einem MI eingefangen, wo doch 30 nötig sind, um ihn überhaupt zu bewegen? Worin besteht der Sinn einer MI-Rüstung, wenn sie noch nicht einmal die Arme beschützt und bei jedem Zusammenstoß mit Chinin aufreißt wie Papier? Warum schießen MIs mit Maschinengewehren, wo doch Raketenwerfer oder Schrotflinten um ein Hundertfaches effektiver sind? Und warum hat man den Boden der MI-Festungen nicht metallverkleidet, wo die Bugs doch andauernd aus der Erde kommen?


Vergleich zum Buch:
Eigentlich ist es immer so, daß das Buch besser ist als der Film, also warum sollte es hier anders sein? Hier ist es aber so, daß die Handlungen von Buch und Film stark von einander abweichen. Das Buch wurde 1959 von Robert A. Heinlein geschrieben, der sich angesichts des Filmes wohl im Grabe umdreht. Das Buch enthält wesentlich mehr, wesentlich glaubwürdigere und wesentlich bessere Sience Fiction als der Film auch nur andeutet. Sehr vermißt habe ich den MI-Kampfanzug, der sicherlich für einige Spezialeffekte gut gewesen wäre. Auch der politische Hintergrund wird im Buch besser und glaubwürdiger dargestellt. Hier ist im Film nur die Parodie auf die Nazis vorhanden.


Fazit:

Schade das eine so gute Vorlage, wie sie das Buch bietet, und die Arbeit, die in den Special Effekten steckt, einfach in einer miesen Story verschwendet wurde. Wer also Lust auf gute Sience Fiction und ein bißchen Zeit hat soll das Buch lesen. Wer eine (unbeabsichtigte) Splatter-Komödie mit Spezial Effekten sucht kann sich den, dank der guten Vermarktung, erfolgreichen Film ansehen.

www.movie.de

20th Century Fox
AFM Filmverleih
Columbia TriStar
Constantin Film
Ottfilm
Prokino
UIP
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Zephir Film
Ziegler Film
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